Ausstellungen  2018

April bis Juni

 Ausstellungseröffnung im Rathaus Kappeln

„Wasserlinie/Vandlinje –

Verbindung zwischen Faaborg und Kappeln“

(Städtefreundschaft seit 1984)

 

Malerei und Fotoimpression –

Marius Jensen und Laurenz-Alexander Schettler

 

Freitag, 20. April 2018, 15 Uhr

Foyer (OG), Rathaus Kappeln, Reeperbahn 2

 

Begrüßung:

Bürgervorsteherin Dagmar Ungethüm-Ancker

Bürgermeister Heiko Traulsen

 

Einführung:

Ann-Kristin Jahrmann im Gespräch mit den Künstlern der Ausstellung, Marius Jensen (Faaborg) und Laurenz-Alexander Schettler (Kappeln)

 

 Die Ausstellung läuft bis zum 8. Juni 2018.

Öffnungszeiten des Rathauses:

Mo.-Fr. 8.00-12.30 Uhr, Do. zusätzlich 14.00-17.30 Uhr

 

Über die Ausstellung:

Der Titel „Wasserlinie/Vandlinje“ soll sowohl die persönliche Verbindung der Künstler - Marius Jensen aus Dänemark und Laurenz-Alexander Schettler aus Deutschland - als auch die natürliche Wasserverbindung zwischen den Partnerstädten Faaborg (Dänemark) und Kappeln (Deutschland) symbolisieren.

 

Mit ihrem Segelschoner ARNY MAUD (beheimatet im Museumshafen Kappeln, Atelier und segelnde Galerie) nehmen Laurenz-Alexander Schettler und Ann-Kristin Jahrmann (Mitgliedschaft: Kunstverein „Pakhuset“/Faaborg) seit 2010 regelmäßig am jährlichen Künstlertreffen in Faaborg teil. Dort lernte Schettler Marius Jensen während gemeinsamer Workshops und Kunstaktivitäten kennen und schätzen.

 

Um auf künstlerischer Ebene die Beziehung der beiden Partnerstädte mit Leben zu füllen, organisierten Schettler und Jahrmann in Zusammenarbeit mit Faaborger Künstlern bereits in der Vergangenheit Ausstellungen und Kunstaktivitäten sowohl in Faaborg als auch in Kappeln.

 

Die Ausstellung „Wasserlinie/Vandlinje“, die bereits im Dezember 2017 in Faaborg (Levins Hus, Vestergade 3) gezeigt wurde, ist ein weiterer Schritt, die Zusammenarbeit der Partnerstädte auf künstlerischer Ebene zu vertiefen.

 

In der Ausstellung setzen sich beide Künstler in ihren Werken zudem auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Begriff „Wasser“ auseinander.

Marius Jensen zeigt großformatige (100 cm x 150 cm) Acrylbilder auf Leinwand.

Laurenz-Alexander Schettler präsentiert Fotoimpressionen (50 cm x 75 cm) auf gebürstetem Aluminium. Durch die spezielle künstlerische Bearbeitung der Fotos und den Druck auf vorbehandelte Aluminiumplatten entsteht ein einzigartiger Effekt: Die Bilder schimmern und verändern sich im Licht.

 

Marius Jensen (Faaborg/Dänemark) zeichnet und malt seit seiner Jugend. Er studierte Architektur und Stadtplanung an der Kunsthochschule in Kopenhagen (Spezialgebiet: Stadterneuerung) und war 30 Jahre lang berufstätig. Seitdem er im Ruhestand ist, widmet er sich wieder intensiv seinen Jugendinteressen.

Als Künstler arbeitet er mit verschiedenen Ausdrucksformen - wie Malerei, Collage, Zeichnung, Aquarell und Animationen.

Insbesondere fesselt ihn die Arbeit mit Strichen und Flächen (Formsprache), mit Menschen in ihrer Umgebung sowie mit Licht und Landschaft.

Mitgliedschaft: Kunstverein „Pakhuset“/Faaborg.

Zahlreiche Ausstellungen in Dänemark.

Kontakt: www.jensenart.dk

Laurenz-Alexander Schettler (Kappeln/Deutschland) schloss sein Studium an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel, an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg sowie an der École nationale supérieure des Beaux-Arts Paris mit Diplom ab. Danach studierte er Archäologie, Kunstgeschichte und Musik an der Universität Hamburg.

 

Er arbeitet mit unterschiedlichen Medien, z.B. Foto, Video, Malerei, Skulptur/Objekt und Installation.

 

Zurzeit experimentiert er mit Foto-Arbeiten auf Glas/Acrylglas und auf gebürstetem Aluminium. Der Künstler hat eine Vorliebe für Schwarz-Weiß-Aufnahmen, da diese Konzentration auf das Wesentliche bedeuten und Tiefe erzeugen. Die Motive sind teilweise bis zur Abstraktion aufgelöst.

Laurenz-Alexander Schettler inspiriert das menschliche Dasein, sei es in der Natureinsamkeit oder mitten in der Gesellschaft, zwischen Häusern und auf belebten Plätzen.

Mitgliedschaft: Kunstverein „Pakhuset“/Faaborg.

Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

Kontakt: www.artontheway.de

 

Der Ausstellungstitel „Wasserlinie/Vandlinje“ birgt Vielfältiges:

Die Wasserlinie ist beispielsweise die Linie, die sich aus dem Schnitt der Wasseroberfläche mit der Bordwand eines schwimmenden Schiffes ergibt. Da sie sich mit der Beladung des Schiffes ändert, wird von der Werft eine Konstruktionswasserlinie (KWL) bei einem angenommenen Gewicht definiert.

 

Auf dem Meer stellt die Wasserlinie den natürlichen Horizont dar - die Grenzlinie zwischen der sichtbaren Erde und dem Himmel. Der Horizont wird in der Kunst oft als Sinnbild für Sehnsüchte und Utopien verwendet.

Wasser als Symbol des Lebens und der Erneuerung ist in hohem Maße kulturübergreifend: Wasser ist nicht nur im physischen Sinn lebensnotwendig, sondern steht symbolisch auch für das geistige Leben und Überleben, für den Drang des Menschen nach Licht und Wissen. Flüsse und Quellen wurden und werden deshalb in vielen Religionen als heilige Orte angesehen.

 

Wasser kann mit seiner Kraft auch zerstörend wirken, als Überschwemmung alles vernichten, als Regen nicht nur befruchten, sondern alles auch unaufhaltsam wegschwemmen, in Form einer Sturmflut mühsam geschütztes Land an sich reißen. Die Sintflut, z.B. in der Bibel, wird als Strafe Gottes für die Sünden der Menschheit angesehen.

 

Wasser hat also eine paradoxe Gestalt. Es ist Leben spendend und todbringend zugleich. Damit wird auch das Kreislaufgeschehen und der Regenerationscharakter betont, die dem Wasser eigen sind und ihm das Attribut der Ewigkeit verleihen. Die Rückkehr ins Wasser ist auch als Rückkehr zum Ursprung zu verstehen, eine Art Tod, aus dem Neues entstehen kann. Das Wasser des Lebens ist auch das Wasser des Todes. Das Meer oder ein Strom sind oft Eingang zur Todessphäre.

 

In vielen Kulturen ist in den Schöpfungsmythen Wasser bei der Entstehung der Welt und des Lebens darin ursächlich beteiligt. Wasser wird also als tragende Ursubstanz jeglicher Existenz gesehen, aus der alles Leben einmal entstanden ist. Dabei repräsentiert Wasser auch das Chaos, aus dem sich die Struktur und die unendlichen Möglichkeiten herauskristallisieren.

 

Quellen, Flüsse, Seen und Meere wurden in vielen Mythen und Religionen als Gottheiten oder als deren Orte vorgestellt, wie z.B. Poseidon bei den Griechen und Neptun bei den Römern.

 

Griechische Philosophen sahen im Wasser den Urstoff allen Seins, den Ursprung. Sie zählten es zu den vier Urelementen - neben Feuer, Luft und Erde. Mit „panta rhei“ (alles fließt) lässt sich die Philosophie Heraklits zusammenfassen. Alles geht in sein Gegenteil über. Was wir für beständig halten, unterliegt in Wirklichkeit dem Wandel.

 

Wasser ist auch ein wichtiges Sinnbild für den Geist. Im Christentum ist daher die Taufe untrennbar mit dem Wasser verbunden. Nach biblischer Überzeugung besteht des Weiteren ein festes Bündnis zwischen Geist und Schöpfung.

 

Wasser weckt in seinem Fließen eine Ahnung vom Ewigen, immer Wiederkehrenden, nicht Endenden. Es findet sich im Fließen aber auch der Augenblick, das Zerrinnen von Moment zu Moment. Damit weist das Fließen auf die Zeit mit ihrem Gegensatz zwischen dem immer gleichartigen Fließen aus der Vergangenheit durch die Gegenwart in die Zukunft und dem als einmalig erlebten Moment.

 

Wasser passt sich fließend an und setzt sich gleichzeitig auf diese Weise durch. Es findet seinen Weg, berücksichtigt dabei die Gegebenheiten der Landschaft. Darin ist es Ausdruck der Anpassung und Flexibilität, aber auch der Durchsetzungskraft und Stärke, Dauer und Beharrlichkeit.

 

Die mehr oder weniger bewegte Oberfläche des Wassers bildet dabei die Grenze zwischen den Welten. In der Psychologie: die bewusste und die unbewusste Welt. Es gibt wohl keine treffendere symbolische Verdeutlichung dieser bedeutsamen Grenzlinie. Dabei weisen das Meer oder der tiefe und unergründliche Teich auf die noch ungeformten Kräfte der Tiefenseele, auf ein riesiges Reservoir an Energie, Wissen und Weisheit.

 

Ein besonderes Abenteuer, das den Menschen zu allen Zeiten herausgefordert hat, liegt im Befahren der Meere mit Schiffen, die die Fluten durchschneiden, dem Sog der Tiefe und dem Tosen der Wellen trotzen. Der Mensch behauptet sich auf der schwankenden Oberfläche – ein eindrückliches Bild für das so kleine und doch an dieser Aufgabe erstarkende Ich.

 

Zu wenig Wasser führt zu Dürre und Vernichtung. Zu viel Wasser hat Überschwemmung und Auslöschung von Gebieten zur Folge. Der Konflikt zwischen einem Zuviel und einem Zuwenig an Wasser besteht bis heute.

 

Ziel sollte es auch in Zukunft sein, allen Nutzungsansprüchen gerecht zu werden und dabei jedem Menschen den ihm zustehenden Teil des Wassers zu garantieren. Die Realität sieht heute – leider immer noch- anders aus. Die bislang noch fehlende bzw. unzureichende Versorgung eines großen Teils der Weltbevölkerung mit unbedenklichem Trinkwasser sollte eine der größten Herausforderungen der Menschheit darstellen. Die Wasserknappheit kann sich in niederschlagsarmen Ländern zu einer Wasserkrise und kriegerischen Auseinandersetzungen entwickeln.

 

Wasser beeinflusst entscheidend unser Klima und ist Basis nahezu aller Wettererscheinungen, vor allem bedingt durch seine hohe Mobilität und Wärmekapazität.

Wie gehen wir die Klimaveränderungen an?

Wir reden und reden …

Und hoffen so darauf, dass das Problem schon gelöst wird …?

 

 

 

Eröffnung der Ausstellung

„Du und dein (W-) ORT – Porträts grenzenlos” in Mölln

 

 

 

 

Sonnabend, 24. Februar 2018, 15.00 Uhr

 

Ratsdiele des Möllner Museums (Historisches Rathaus), Am Markt 12, 23879 Mölln.

 

 

 

Begrüßung durch die Bürgervorsteherin Lieselotte Nagel.

 

 

Ann-Kristin Jahrmann und Laurenz-Alexander Schettler präsentieren in der Ausstellung großformatige Schwarz-Weiß-Porträts (DIN-A0) Möllner Bürgerinnen und Bürger sowie deren Aussagen über die Stadt. 

 

 

 

Die Ausstellung läuft bis zum 18. März 2018 (Öffnungszeiten des Möllner Museums).

Dezember 2017

 

 

 

 

Ausstellung: „Wasserlinie” – Malerei und Fotoimpression

 

 

Verbindung zwischen Faaborg und Kappeln (Partnerstädte)

 

Marius Jensen und Laurenz-Alexander Schettler

 

 

 

Ausstellungseröffnung:

 

11. Dezember 2017, 19 Uhr, Levins Hus, Vestergade 3

 

Faaborg/Dänemark

 

 

 

Öffnungszeiten während der Ausstellung

 

vom 13.-17. Dezember 2017:

 

Mi. – Fr. 14-17 Uhr, Sa. und So. 11-15 Uhr

 

Sommer

 D A S E I N - Menschen und Orte

 

DASEIN - Menschen & Orte

    Fotoausstellung mit Texten auf dem Segelschoner ARNY MAUD im Museumshafen Kappeln

 

    Impressionen von Laurenz-Alexander Schettler

 

    Texte von Ann-Kristin Jahrmann

 

    Ausstellungsdauer: 5. August bis Oktober 2017

 

    Öffnungszeiten: „Geöffnet“- Schild am Steg und nach Vereinbarung

 

 

 

 

"Du und dein (W-) ORT - Porträts grenzenlos" in Heiligenhafen, Rathaus

20. Januar bis 20. April 2017 (Öffnungszeiten des Rathauses)

Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 20. Januar 2017, 19 Uhr, Rathaus Heiligenhafen

 

Porträts und Statements von Menschen aus Heiligenhafen und Umgebung werden präsentiert.

Der Künstler Laurenz-Alexander Schettler und die Autorin Ann-Kristin Jahrmann erläutern während der Eröffnung das überregionale Kunstprojekt "Du und dein (w-) ORT - Porträts grenzenlos.